09.05.2008 | Dresden
Im Jahr 2006 hat die EU eine Verordnung zur Schaffung so genannter Europäischer Verbünde für territoriale Zusammenarbeit erlassen. Sie soll der Verbesserung der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Zusammenarbeit in Europa und zur Umsetzung des Ziels 3 (Europäische territoriale Zusammenarbeit) der europäischen Kohäsionspolitik mit ihren Strukturfonds (vor allem EFRE/INTERREG IV) dienen.
In der Veranstaltung, die in das IÖR-Projekt „Grenzübergreifende Kooperationsverbünde“ eingebunden ist, sollen über europäische Erfahrungen mit dem Instrument berichtet und mögliche Perspektiven diskutiert werden. In Europa gibt es bereits mit der Lille-Kortrijk-Tournai Eurometropolis die erste Gründung eines EVTZ; weitere Initiativen (Großregion SaarLorLux, Matriosca Adria-Alpe-Pannonia usw.) wurden gestartet. Referenten aus den genannten Regionen werden für einen Vortrag eingeladen.
Die Veranstaltung setzt die Diskussionen fort, die vor drei Jahren unter dem Titel „Neue Verwaltungsstrukturen für europäische Grenzregionen“ an gleicher Stelle geführt wurden. Dort waren sie allerdings eher akademischer Natur, da die Verordnung noch nicht existierte. Die rechtlichen Voraussetzungen zur Anwendung der Verordnung waren bis August 2007 zu schaffen. Bis heute haben allerdings erst fünf Mitgliedstaaten die entsprechenden Legislativakte eingeleitet bzw. vollzogen. Das Augenmerk der Veranstaltung soll daher auch auf diesen Aspekt gelegt werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten bei: Birgit Hantusch, Tel.: (0351) 4679-273, E-Mail: B.Hantusch@ioer.de,
Ansprechpartner in Fachfragen: Dr. iur. Gerold Janssen, Tel. (0351) 4679-207, E-Mail: g.janssen@ioer.de