Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT)

Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) ist eine neue Initiative auf Gemeinschaftsebene, die zum Aushängeschild einer ressortübergreifenden europäischen Innovationspolitik werden soll.

Das Konzept zielt darauf ab, Synergien zwischen den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation zu schaffen und den systematischen Aufbau regional verankerter Cluster und internationaler Netzwerke der leistungsfähigsten Institute, Universitäten und industriellen Forschungszentren voranzutreiben. Vier bis sechs Kolokationszentren bilden regional verankerte Kumulationspunkte für die Zusammenarbeit der Mitglieder sogenannter "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" (Knowledge and Innovation Communities, KICs).

Die ersten durch das EIT geförderten Netzwerke wurden am 17. Dezember 2009 bekanntgegeben. Allen Projekten ist eine starke deutsche Präsenz in Bezug auf Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam:

Themenfeld nachhaltige Energie: KIC InnoEnergy

KICs: Baden-Württemberg, Grenoble, Barcelona, Eindhoven-Leuven, Stockholm

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Themenfeld Klimawandel - Anpassung und Vermeidung: Climate-KIC

KICs: London, Zürich, Großraum Berlin, Großraum Paris, Randstad-NL

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Themenfeld nächste Generation der Informations- und Kommunikationsgesellschaft: EIT ICT Labs

KICs: Stockholm, Helsinki, Berlin, Paris, Eindhoven

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Die Finanzausstattung für die Durchführung aller Maßnahmen des EIT wurde für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2013 auf 308,7 Mio. EUR festgesetzt. Den KICs stehen hiervon im gleichen Zeitraum ca. 260 Mio. EUR zur Verfügung. Der Gemeinschaftsanteil des EIT-Haushalts beläuft sich auf 25%, die übrigen 75% sollen durch anderweitige Beiträge (Industrie, Stiftungen, etc.)

Mehr Informationen unter: http://eit.europa.eu

Die Verordnung (EG) Nr. 294/2008 vom 11. März 2008 zur Errichtung des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zum EIT:

  • Veranstaltungen zum EIT
  • Organe des EIT
  • Der Verwaltungsrat des EIT
  • Der Direktor
  • Die Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC)
  • Ausblick
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    Veranstaltungen zum EIT

     

    Organe des EIT und ihre Aufgaben:

    • Der Verwaltungsrat setzt sich aus 18 hochrangigen Mitgliedern mit Erfahrung in den Bereichen Hochschulbildung, Forschung, Innovation und Wirtschaft zusammen. Er ist zuständig für die Lenkung der Tätigkeiten des EIT, für die Auswahl, Benennung und Evaluierung der KICs sowie für alle weiteren strategischen Entscheidungen. Vertreter der KICs können für einen Sitz im Verwaltungsrat benannt werden. Die Position eines Verwaltungsratmitglieds wird auf max. sechs Jahre vergeben. Mindestens ein Drittel aller Mitglieder des Verwaltungsrates soll alle zwei Jahre ersetzt werden. 
    • Der Exekutivausschuss überwacht die Arbeit des EIT und trifft in der Zeit zwischen den Sitzungen des Verwaltungsrats die erforderlichen Entscheidungen. Der Exekutivausschuss umfasst fünf Mitglieder, einschließlich des Vorsitzenden des Verwaltungsrats, der auch den Vorsitz im Exekutivausschuss führt.
    • Der Direktor ist für die Verwaltung sowie das Finanz- und Personalmanagement zuständig und gegenüber dem Verwaltungsrat rechenschaftspflichtig. Er ist der gesetzliche Vertreter des EIT. Er kann für vier Jahre gewählt werden und max. einmal eine weitere Amtszeit erhalten.

    Der Verwaltungsrat

    Am 15. September 2008 fand die Eröffnungssitzung des EIT in Budapest statt. 

    Zum ersten Vorsitzenden wurde gewählt:

    • SCHUURMANS Martin, Professor für Physik und ehemaliger Vizevorstand der Philips Forschung/Philips Medical systems (PMS).

    Der Exekutivausschuss setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

    • COLOMBO Giovanni, Professor an der TU-Turin, Ex-CTO Telecom Italia LAB und Direktor Long-term research, Telecom Italia
    • FLODSTRÖM Anders, Dr. Professor an dem Königlichen Institut für Technologie, Schwedische nationale Agentur für Hochschulbildung  (KTH) Stockholm
    • GOLEBIOWSKA-TATAJ Daria, Dr. Gründerin und Leiterin EMF Consultancy (Enterprise Management & Finance) und Professorin an der Warsaw University of Technology Business School
    • NEUVO Yrjö, Dr. Professor, Forschungsdirektor an der Helsinki Universität für Technologie, Ex-Vorsitzender der ARTEMIS Joint Technology Platform, Ex-CTO Nokia

    Unter den übrigen Verwaltungsratsmitglieder sind mit Prof. Dr. Wolfgang Herrmann, dem Präsidenten der TU München, und Dr. Peter Tropschuh, dem Leiter der AutoUni der Volkswagen AG, auch zwei Deutsche.

     

    Der Direktor

    Der EIT Verwaltungsrat wird ab Frühjahr 2010 durch das EIT-Headquarters in Budapest unterstützt.

    An dessen Spitze steht Dr. Gérard de Nazelle als Generaldirektor des EIT.

     

    Die Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC)

    • Ihre Aufgabe ist die innovationsorientierte Spitzenforschung in Bereichen von zentralem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Interesse und die Verbreitung vorbildlicher Verfahren im Innovationssektor, die das Potenzial besitzen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern.
    • Sie sind in ihrer internen Struktur und Verwaltung unabhängig. Ein KIC soll eine Lebensdauer von sieben bis fünfzehn Jahren haben. Interne Organisation und Zusammensetzung sowie ihren Zeitplan und ihre Arbeitsmethoden werden durch die KICs selbst bestimmt.
    • Teilnehmer eines KICs können Organisationen sein, die im Wissensdreieck von Hochschulbildung, Forschung und Innovation tätig sind, mindestens jedoch drei Partnerorganisationen, die in mindestens zwei verschiedenen Mitgliedsstaaten ansässig sind.
    • Nachwuchswissenschaftlern wird die Möglichkeit gegeben, akademische Grade und Abschlüsse in Verbindung mit Hochschulbildungstätigkeiten von den teilnehmenden Hochschuleinrichtungen nach nationalen Vorschriften und Zulassungsverfahren zu erlangen. In den Vereinbarungen zwischen dem EIT und den KICs ist vorzusehen, dass diese akademischen Grade und Abschlüsse auch als akademische Grade und Abschlüsse des EIT bezeichnet werden können.

    Ausblick

    Die KICs haben im Frühjahr 2010 ihr Arbeit aufgenommen. Der Verwaltungsrat wird im Verlauf des Jahres 2011 eine Strategische Innovationsagenda (SIA) vorbereiten. Bei den Verhandlungen über die kommende Finanzielle Vorausschau nach 2013 wird auch das EIT berücksichtigt werden. Die nächste Ausschreibung desEIT Verwaltungsrates erfolgt nicht vor 2013.

    AKTUELLES

    KIC Launch Conference, Barcelona, 2.-3. Juni 2010
    EIT Going Live, Brüssel, 26. Mai 2010

    Dokumente

    Ansprechpartner

    • Dr. Wilfried Diekmann

      • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
      • Heinrich-Konen-Str. 1
      • 53227 Bonn
      • Telefonnummer: 0228 / 3821-657
      • Faxnummer: 0228 / 3821-649
      • E-Mail-Adresse: wilfried.diekmann@dlr.de
      • Homepage: http://www.eu-buero.de

    Historie

    17. Dezember 2009: Auswahl der KICs im Bereich Energie, Klimawandel und IKT

    16. September 2009: Benennung des ersten EIT Verwaltungsdirektors

    27. August 2009: Schließung des ersten EIT Calls und Beginn des Auswahlverfahrens

    16. Juli 2009: Veröffentlichung des dreijährigen Arbeitsprogramms des EIT

    14. Mai 2009: Veröffentlichung des Aufrufs zur Einreichung von Interessensbekundungen für Gutachter. http://eit.europa.eu/experts.html

    11. Mai 2009: Veröffentlichung des Proposers Guide und Freischaltung des EPSS Systems zur Antragseinreichung

    06.-07. Mai 2009: Seminar zu Entrepreneurship (Unternehmertum) in Wroclaw/PL

    08. Mai 2009: KIC Info Day in Wroclaw/PL mit vertiefenden Informationen zur Ausschreibung des EIT

    2. April 2009: Veröffentlichung der IPR Guidelines des EIT Verwaltungsrates.

    2. April 2009: Veröffentlichung des ersten Call for Proposals (EIT-KICS-2009 - Knowledge and Innovation Communities): http://eit.europa.eu/kics-call.html

    16. März 2009: Seminar zu Klimawandel, Anpassung und Vermeidung in Madrid

    02. März 2009: Veröffentlichung der ersten Hinweise zu den Auswahlkriterien der KICs

    16. Februar 2009: Seminar zu nachhaltiger Energie in Wien

    23. Januar 2009: Seminar zu Informations- und Kommunikationstechnologien der Zukunft in Budapest