Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist am 31.12.2013 ausgelaufen. Diese Seite dient lediglich zur Information und wird nicht mehr aktualisiert. Informationen zu Horizont 2020, dem neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, finden Sie unter www.horizont2020.de.
Glossar

Glossar der wichtigsten Begriffe zum 7. FRP

Glossar der wichtisten Begriffe rund um das 7.EU-Forschungsrahmenprogramm
  • A
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A

Agenda 2000
Das Aktionsprogramm „Agenda 2000“ wurde von der Europäischen Kommission am 15.Juli 1997 vorgelegt. Die Kommission entsprach damit der Forderung des Europäischen Rates von Madrid im Dezember 1995, ein Dokument zur Erweiterung und zur Reform der Gemeinschaftspolitiken sowie zum Finanzrahmen der Union für die Zeit nach dem 31.Dezember 1999 vorzulegen. Beigefügt sind die Stellungnahmen der Kommission zu den Beitrittsanträgen. Die Agenda 2000 behandelt alle Fragen,die sich für die Europäische Union zu Beginn des 21.Jahrhunderts stellen werden.

AEUV
Abkürzung für Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union; durch den Vertrag von Lissabon erfolgte Umbenennung des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft (EGV). Alle Artikel des EGV werden mit dem AEUV neu nummeriert und ggf. neu gefasst.

Aktionsline
Leitlinien zur Ergreifung bestimmter Initiativen innerhalb eines Programms.

Amsterdamer Vertrag, Vertrag von Amsterdam
Der Amsterdamer Vertrag ist das Ergebnis der Regierungskonferenz, die auf der Tagung des Europäischen Rates von Turin am 29.März 1996 eingeleitet wurde. Er wurde am 2.Oktober 1997 von den Außenministern der fünfzehn Mitgliedstaaten unterzeichnet und trat am 1.Mai 1999 in Kraft. Mit dem Amsterdamer Vertrag sind Bestimmungen des Vertrags über die Europäische Union (EU-Vertrag), der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften und einige mit diesen Verträgen zusammenhängende Rechtsakte geändert worden. Er ist nicht an die Stelle der übrigen Verträge getreten, sondern ergänzt sie.

Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
Veröffentlichungsmedium von geschaffenen Rechtsakten und Kodifikationen, Ausschreibungen, Mitteilungen.

Anhörung (Hearing)
Teil der Evaluierung von Targeted Project und Network of Excellence. Hier wird Antragstellen­den die Möglichkeit gegeben, Unklarheiten bezüglich ihres Antrags direkt auszuräumen.

Anhörungsverfahren
siehe Konsultationsverfahren

Arbeitsprogramm
Arbeitsprogramme sind Pläne, die von der Europäischen Kom­mission für die Umsetzung der Spezifischen Programme im Forschungsrahmenprogramm aufgestellt werden. Sie bein­halten detaillierte Beschreibungen der Maßnahmen (Thema­tische Prioritäten, verwendete Instrumente, Beurteilungsver­fahren und -kriterien, Stichtage et cetera) und werden mindestens einmal im Jahr überarbeitet. Sie beinhalten alle Informatio­nen, die für eine Ausschreibung notwendig sind.

Artikel 185 AEU-Vertrag
Dieser Artikel ist ein Instrument zur Umsetzung der Ziele des Forschungsrahmenprogramms (FRP). Er ermöglicht es der Gemeinschaft, sich an Forschungs­programmen mehrerer Mitgliedstaaten und an den zur Durchführung geschaffenen Strukturen zu beteiligen. Das Besondere an der Förderform liegt darin, dass sie sich auf For­schungsprogramme, die nicht gemeinschaftlicher Natur sind und auf einer Initiative mehrerer Mitgliedstaaten beruhen, bezieht. Aktivitäten, basierend auf Artikel 185 müssen folgenden Kriterien entsprechen: Relevanz für die Ziele der EU, Europäi­scher Mehrwert, Bedeutung des Ziels für das FRP, bereits vor­handene Grundlage, Angemessenheit von Artikel 185 als bestge­eignetes Mittel zu Erreichung der Ziele. Die Europäische Kommission ist verant­wortlich für die Umwandlung jeder Initiative in einem formel­len Antrag nach Artikel 185, welches nach dem Kodezisionsver­fahren gemeinsam von Europäischem Rat und dem Europäi­schen Parlament beschlossen wird.

Assoziierter Staat (an das Forschungsrahmenprogramm)
Ein Staat, der mit der Gemeinschaft ein Abkommen geschlossen hat, auf dessen Grundlage er sich an allen oder zu einigen Teilen des Forschungsrahmenprogramms beteiligen kann und zum Budget des Forschungsrahmenprogramms beiträgt.

Auditzertifikat
Prüfbescheinigung in der die Ausgaben der Projektteilnehmen­den von externen Wirtschaftsprüferinnen oder Wirtschaftsprü­fern oder – bei öffentlichen Stellen – von dafür zuständigen Bediensteten des öffentlichen Dienstes bestätigt werden.

Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen, Ausschreibungen
Wird im Amtsblatt der Europäischen Kommission veröffent­licht und fordert zur Einreichung von Vorschlägen zu For­schungsprojekten und sonstigen Maßnahmen in einem spezifi­schen Forschungsprogramm auf. Angabe von Kriterien, die in den Anträgen erfüllt sein müssen, damit sie zu Begutachtung zugelassen werden. Der Aufruf wird auf CORDIS mit dem Leit­faden für Antragstellende, Antragsformulare und Angaben zum Elektronischen Einreichinstrument EPSS veröffentlicht.

Aufstockung
Beantragung zusätzlicher Mittel wegen Einbindung neuer Partner.

Ausschlusskriterien (Eligibility criteria)
Kriterien, die in den Anträgen erfüllt sein müssen, damit sie zu Begutachtung zugelassen werden.

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B

Background
Der Begriff Background ersetzt im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm die im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm übliche Definition „Pre-Existing Know-How“ und beinhaltet das vor­handene Wissen der Partner (z. B. Patente, Lizenzen usw.): Informationen, über die die Teilnehmenden vor Abschluss der Zuwendungsvereinbarung verfügen, sowie die Urheberrechte oder die mit den genannten Informationen verbundenen Rechte aufgrund der Beantragung oder Erteilung eines Patents, eines Gebrauchs-, Geschmacksmuster- oder Sorten­schutzes, eines ergänzenden Schutzzertifikats oder einer ähn­lichen Form des Schutzes.

Begleitmaßnahmen
Geförderte Maßnahmen, die die Umsetzung eines spezifischen Programms ermöglichen.

Beitrittskandidaten
Staaten, die Antrag auf den EU-Beitritt gestellt haben. Folgende Kriterien (Kopenhagener Kriterien) müssen bei der Aufnahme beachtet werden:

(1) Politik: institutionelle Stabilität als Garantie für demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, für die Wahrung der Menschenrechte sowie die Achtung und den Schutz der Minderheiten;
(2) Wirtschaft: funktionstüchtige Marktwirtschaft;
(3) Übernahme des gemeinschaftlichen Besitzstandes (Acquiscommunautaire): Die Länder müssen sich die Ziele der politischen Union sowie der Wirtschafts- und Währungsunion zu eigen machen.

Benchmarking
Vergleich unterschiedlicher Modelle,Konzepte,Strukturen und soweiter inklusive Definition und Analyse der Unterschiede mit dem Ziel, für unterschiedliche Umgebungen das jeweils Beste definieren zu können.

Bereits bestehendes Know-how
Informationen, über die die Teilnehmer vor Abschluss des Vertrags verfügen oder die sie parallel zum Vertrag erwerben, sowie die Urheberrechte oder die mit den genannten Informationen verbundenen Rechte aufgrund der Beantragung oder Erteilung eines Patents, eines Gebrauchs-, Geschmacksmuster- oder Sortenschutzes, eines ergänzenden Schutzzertifikats oder einer ähnlichen Form des Schutzes.

Beteiligungsregeln
Verordnung über die Regeln der Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen an der Durchführung des 7. EU-Forschungsrahmenproigramms sowie für die Verbreitung der Forschungsergebnisse.

Bewertungshandbuch
Richtlinien für die Bewertung von Projektvorschlägen.

Bewertungsliste (ranking-list)
Durch die unabhängigen Gutachter und Gutachterinnen erstellte Bewertungsreihenfolge der Projekte.

BRITE
Programm „Industrielle Werkstoffe und Technologien “,das unter dem 4. Rahmenprogramm (1994-1998)durchgeführt wurde.

Budget
Kostenvoranschlag für die von der Europäischen Kommission lancierten Ausschreibungen beziehungsweise alle erforderlichen Mittel und erwarteten Belastungen.

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C

Clustering
Zusammenführung bzw. Zusammenarbeit bereits geförderter und thematisch verwandter Projekte auf freiwilliger Basis um Synergieeffekte zu nutzen.

CONNECT
CommunicationNetworks, Content and Technology, die DG CONNECT ersetzte die DG INFSO am 1.Juli 2012

Cordis
Abkürzung für „Community Research and Development Information Service“, ein Online-Informationsservice zu den Forschungsrahmenprogrammen der EU.

COST
Abkürzung für «Coopéra-tion Européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique Initiative». COST ist ein verwaltungsübergreifendes Rahmenwerk für den Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung. Es soll die Koordinierung nationaler Fördermaßnahmen auf europäischer Ebene ermöglichen. COST-Aktivitäten betreffen sowohl Grundlagen- und vorwettbewerbliche Forschung als auch Aktivitäten zum öffentlichen Nutzen. An COST sind 34 Staaten beteiligt (die 27 EU-Mitgliedsstaaten; Island, Kroatien, Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Serbien-Montenegro, Türkei und Israel als kooperierendes Land).

Cost Statement
Kostenaufstellung über die Ausgaben eines Projektes zur Berichterstattung an die Kommission.

Civil Society Organizations (CSO)
Organisationen der Zivilgesellschaft. Rechtspersonen, die nicht staatlich und nicht gewinnorientiert sind, die keine kommerziellen Interessen vertreten und ein gemeinsames Ziel im Interesse der Öffentlichkeit verfolgen.

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D

Default Regelung
Vertragliche Regelung, die eingreift, wenn die Vertragspartner keine eigenen Vereinbarungen im Konsortialabkommen getroffen haben.

Deliverables
Definierte Projektteilziele, über deren Erfüllung in den Berichten Rechenschaft abgegeben werden muss. Grundsätzlich ist in jedem Arbeitspaket eines Forschungsprojekts die Erfüllung einer oder mehreren Deliverables vorgesehen. Deliverables können z. B. die Form eines Verfahrens, einer Analyse, einer Formel, eines Prototyps, einer Veranstaltung, einer Anleitung etc. annehmen.

Demonstrationsvorhaben
Projekte, die unter den FTE - Rahmenprogrammen eingerichtet wurden, um die Durchführbarkeit neuer Technologien nachzuweisen, die potentielle wirtschaftliche Vorzüge aufweisen, aber nicht vermarktet werden können.

Design-Studien
Förderinstrument im Rahmen des Programms ‚Forschungsinfrastrukturen’; Erarbeitung von Konzepten zur Durchführbarkeit von wissenschaftlichen, technischen und finanziellen Aspekten von neuen Forschungsinfrastrukturen von gesamteuropäischem Interesse.

Direkte Maßnahme
Eine FTE - Tätigkeit, die die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) in Erfüllung der ihr im Rahmenprogramm 2002 -2006 übertragenen Aufgaben durchführt.

Drittland
Ein Staat, der weder ein Mitgliedstaat noch ein assoziierter Staat ist.

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E

e-Europe-Initiative
Aktionsplan zur Beschleunigung des Strukturwandels durch Informations- und Kommunikationstechnologien.

EG-Vertrag (EG-V oder EGV)
Vertrag über die Europäische Gemeinschaft. Am 23. Juli 1952 trat der Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Kraft (EGKS-V), der in Paris von den sechs Gründungsmitgliedern Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden paraphiert wurde. Am 25. März 1957 kam es dann zur Unterzeichnung des Vertrags über die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG-Vertrag). Am 7. Februar 1992 trat der Vertrag von Maastricht über die Europäische Union (EU-V) in Kraft, der die drei Säulen der Europäischen Union in einem einheitlichen institutionellen Rahmen zusammenfasst. Der Vertrag von Amsterdam stellt eine revidierte Fassung des Maastrichter Vertrags dar und ist das Ergebnis der Regierungskonferenz, die auf der Tagung des Europäischen Rates von Turin am 29. März 1996 eingeleitet wurde. Er wurde am 2. Oktober 1997 von den Außenministern der fünfzehn Mitgliedstaaten unterzeichnet und trat am 1. Mai 1999 in Kraft. Mit dem Amsterdamer Vertrag sind Bestimmungen des Vertrags über die Europäische Union (EU-V), der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften und einige mit diesen Verträgen zusammenhängende Rechtsakte geändert worden. Am 26. 2. 2001 wurde schließlich der Vertrag von Nizza unterzeichnet, der insbesondere der EU-Erweiterung Rechnung trägt.

EPSS  (Electronic Proposal Preparation and Submission System)
Vormals Online Softwaretool, das Antragstellern unter Verwendung der entsprechenden Formulare bei der Anfertigung des Antrags hilft. Jetzt SEP.

ERA-NET
Maßnahme zur Koordinierung nationaler und regionaler Forschungsprogramme mit dem Ziel der Bündelung und Stärkung des Europäischen Forschungsraums.

 

 

ERC
Europäischer Forschungsrat bzw. European Research Council. Eine mit dem 7. FRP neu geschaffene Einrichtung zur Förderung von grundlagenorientierter Pionierforschung.

Erfahrene Forscherinnen/Forscher
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit mindestens vier Jahren Forschungserfahrung nach der Graduierung oder einer abgeschlossenen Promotion, Förderkategorie im Bereich Humanressourcen und Mobilität/Marie-Curie-Maßnahmen („experienced researchers“).

ESFRI European Strategy Forum for Research Infrastructures
Forum von Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedstaaten sowie der am FRP Assoziierten Staaten zur Identifizierung neuer Forschungsinfrastrukturen von gesamteuropäischem Interesse für die kommenden Jahre als Beitrag zur Erhaltung des Forschungsstandortes Europa. Ergebnis des ESFRI ist eine Liste von Vorhaben zur Errichtung neuer Forschungsinfrastrukturen von gesamteuropäischem Interesse, die von dem Forum ESFRI erarbeitet wurden. Diese sogenannte ESFRI Roadmap wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet.

EU-Erweiterung
Mit dem Begriff Erweiterung wurden zunächst die vier Beitrittswellen seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft bezeichnet. Dabei sind zu den sechs Gründerstaaten – Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und Niederlande – nach und nach neun weitere Länder hinzugekommen: 1973: Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich; 1981: Griechenland; 1986: Portugal und Spanien; 1995: Österreich, Finnland und Schweden; 2004: Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern; 2007: Bulgarien und Rumänien.

EUR-lex
Europäische Datenbank mit sämtlichen offiziellen Dokumenten (www.europa.eu.int/eur-lex).

EURATOM
Europäische Atomgemeinschaft, rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie und Atomforschung. Hier werden Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Bereich der Kernforschung umgesetzt. EURATOM wurde 1957 gemeinsam mit der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft (EWG) und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) durch die Römischen Verträge gegründet und 1993 mit dem Maastrichter Vertrag zu einer Säule der EG zusammengeschlossen.

EUREKA
Initiative, in der 39 Staaten und die Europäische Kommission zusammengeschlossen sind (EU-Mitgliedstaaten, Russland, Ungarn, Türkei etc.), deren Ziel es ist, durch engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich Forschung- und Entwicklung marktfähige Innovationen in Produkten, Prozessen und Dienstleistungen in allen Technologiebereichen zu erzielen.

Europäischer Forschungsrat
siehe ERC

Europäische Investitionsbank
Die Europäische Investitionsbank ist die Finanzinstitution der EU. Sie finanziert Investitionsvorhaben um zu einer ausgewogenen Entwicklung beizutragen.

Europäische Kommission (KOM)
Aufgabe der Europäischen Kommission ist es, das allen Mitgliedstaaten der Union gemeinsame europäische Interesse zu vertreten. Um ihrer Rolle als Hüterin der Verträge und Vertreterin des Gemeinwohls gerecht werden zu können, hat die KOM im Rechtsetzungsprozess ein Initiativrecht, d. h. sie kann Rechtsakte vorschlagen, über die das Europäische Parlament und der Rat beschließen. Die KOM ist ferner für die Durchführung der gemeinsamen Politiken (beispielsweise die Gemeinsame Agrarpolitik) zuständig, sie führt den Haushaltsplan aus und verwaltet die Programme der Union. Die Vorschläge der Europäischen Kommission müssen das europäische Interesse in den Vordergrund stellen und den Grundsätzen der Subsidiarität (sofern keine ausschließliche Zuständigkeit der Gemeinschaft
besteht) und der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Die KOM besteht aus 26 Generaldirektionen (GDs) und neun Diensten, die jeweils in Direktionen und Referate unterteilt sind.

Europäischer Forschungsraum
Politische Initiative des Forschungskommissars Philippe Busquin vom Januar 2000 mit dem Ziel der Etablierung eines Europäischen Forschungsraums (EFR) durch die Annäherung und Vernetzung der Forschungspolitiken der einzelnen Mitgliedstaaten.

Europäischer Gerichtshof
Der Europäische Gerichtshof wurde 1989 geschaffen um die Befolgung und einheitliche Auslegung des Gemeinschaftsrechtes zu überwachen. Er entscheidet über Streitigkeiten an denen Mitgliedstaaten, Gemeinschaftsorgane, Unternehmen und Einzelpersonen beteiligt sein können.

Europäische Investitionsbank (EIB)
Die Europäische Investitionsbank ist die Finanzinstitution der EU. Sie finanziert Investitionsvorhaben um zu einer ausgewogenen Entwicklung beizutragen.

Europäischer Mehrwert
Eines der grundlegenden Auswahlkriterien für die Annahme eines Projektvorschlags: Projektergebnisse sollen im Interesse der Gemeinschaft stehen, Europas Wettbewerbsfähigkeit und seinen Internationalen Markt stärken.

Europäischer Rechnungshof
Der Europäische Rechnungshof (ERH) ist für die Rechtmäßigkeit der Einnahmen und Ausgaben der EU und ein effizientes Finanzengagement verantwortlich.

Europäisches Parlament (EP)
Das EP ist die demokratische Vertretung der Bürger der EU, die alle fünf Jahre in allgemeinen und direkten Wahlen gewählt wird. Seine wesentlichen Aufgaben sind die Beratung und Verabschiedung europäischer Gesetze (Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen), die Einflussnahme und Endabnahme des Haushaltes sowie die Kontrolle über die KOM (Benennung der Mitglieder, Möglichkeit des Misstrauensantrags) und über die anderen Institutionen.

Europäisches Technologieinstitut (ETI)
Das ETI wird bestehen aus:
1. einem Verwaltungsrat mit hochrangigen Vertretern aus Forschung, Lehre und Wirtschaft, unterstützt durch eine schlanke Verwaltung. Der Verwaltungsrat wird gesamtstrategische Prioritäten setzen, die KIC aufstellen sowie deren Tätigkeit auswerten und koordinieren.
2. den Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities – KIC). Die KICs werden, über ganz Europa verbreitet, den operativen Bereich des ETI bilden. Ihre Aufgaben sind die Durchführung und Integration von Innovations-, Forschungs- und Bildungsaktivitäten.

Europäische Technologieplattformen
Mit der Etablierung von Europäischen Technologieplattformen sollen die wichtigsten Akteure in einem Forschungsbereich (Industrie, Verwaltung, Wissenschaftler/innen, KMUs und Endverbraucher) langfristig zusammengebracht werden, um eine gemeinsame Vision über die zukünftige technologische Entwicklung für einen technologischen Bereich zu skizzieren. Die Hauptziele einer ETP sind die Definition und Darstellung einer „Strategic Research Agenda (SRA)“ für die mittel- und langfristige Abschätzung der technologischen Entwicklung. Die Etablierung von Partnerschaften bestehend aus öffentlichen und privaten Stellen um die SRA umzusetzen. Im Laufe des 6. FRP wurden zahlreiche Europäische Technologieplattformen, gegründet mit dem Ziel, Stakeholder mit Industrievertretern zusammenzubringen, um mittel- bis langfristige Zielsetzungen in Forschung und technologischer Entwicklung zu definieren und Eckpunkte für deren Verwirklichung festzulegen. Die Technologieplattformen konzentrieren sich auf strategische Fragen, in denen Europas zukünftiges Wachstum, seine Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von großen technologischen Fortschritten abhängt. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Definition von europäischen Forschungsprioritäten durch die Entwicklung strategischer Forschungsagenden und dienen somit in besonderer Weise den Bedürfnissen der Industrie.

Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)
Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV): eine Rechtsform des europäischen Gesellschaftsrechts. Unternehmen und freien Berufen (z. B. Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Ärzten, Architekten) aus der Europäischen Gemeinschaft soll hierdurch die Zusammenarbeit erleichtert werden.

Europäische Zentralbank
Die Europäische Zentralbank legt die Geldpolitik der EU fest und führt Devisengeschäfte durch.

European Advisory Group
Beratungsgremium der Europäischen Kommission zum Forschungsrahmenprogamm.

Evaluierung
Beurteilung eines Projektantrags.

Externe Beratergruppen (EAG)
Siebzehn Gruppen von Fachleuten, die gegründet wurden, um die Kommission unabhängig zum Inhalt und der Ausrichtung der Forschungsmaßnahmen im Rahmen der Leitaktionen zur Umsetzung des 5.Rahmenprogramms zu beraten.

Exzellenznetz (NoE)
Instrument oder Maßnahmentyp, der die europäische Spitzenforschung stärken soll. Mit diesem soll herausragenden Forschungseinrichtungen die Möglichkeit geboten werden, ihre Ressourcen im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zu integrieren.

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F

Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis – Risk Sharing Finance Facility (RSFF)
Instrument des 7. Forschungsrahmenprogramms zur Finanzierung von großen Forschungsprojekten und neuen Forschungsinfrastrukturen durch Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) als Finanzierungsoption. Die Mittel des RSFF werden aus den spezifischen Programmen ‚Kooperation’ und ‚Kapazitäten’ der EIB zur Verfügung gestellt.

Finanzhilfevereinbarung
siehe Zuwendungsvereinbarung

Förderinstrumente
Instrumente bezeichnen verschiedene Arten von Projekten, die von der EU gefördert werden. Sie umfassen Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Demonstrationsprojekte, Integrationsaktivitäten und spezielle Projekte für KMUs, Stipendien für Einzelpersonen oder Unterstützung für Infrastruktur.

Foreground
Die Definition Foreground ersetzt den Begriff „Knowledge“ und beinhaltet alles technische und wissenschaftliche
Wissen und alle Arbeitsergebnisse, die bei einem Partner im Projekt entstanden sind, unabhängig davon, ob sie patentierbar sind oder nicht.

Forschungsinfrastrukturen
Programm des spezifischen Programms ‚Kapazitäten’ des 7. Forschungsrahmenprogramms. Unter Forschungsinfrastrukturen werden Einrichtungen, Anlagen, Ressourcen und Dienstleistungen verstanden, die von Wissenschaftler/innen sämtlicher wissenschaftlich-technologischen Gebiete für die Forschung benötigt werden.

Forschungsrahmenprogramm (FRP)
Instrument der EG zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und Förderung der Forschung mit Blick auf die Bewältigung der technologischen Herausforderungen in unterschiedlichen Bereichen. Das erste Rahmenprogramm wurde 1984 aufgelegt, es wird generell im Mitentscheidungsverfahren angenommen, die Einstimmigkeit im Rat ist seit dem Vertrag von Amsterdam jedoch nicht mehr notwendig.

FTE-Tätigkeit
Forschungs- oder technologische Entwicklungstätigkeiten, einschließlich Demonstrationstätigkeiten, die in den Anhängen I und III des Rahmenprogramms 2002 –2006 beschrieben sind.

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G

Garantiefond
Garantiemechanismus zur Deckung des finanziellen Ausfallrisikos bei der Beteiligung der EU an das 7. FRP. Die KOM behält bis zum Ende des Projekts eine Rücklage in Höhe von 5 % der Fördersumme. Reichen die vom Fonds erwirtschafteten Zinsen nicht aus, um die der Gemeinschaft geschuldeten Beträge zu decken, kann die Europäische Kommission von dieser Rücklage höchstens 1 % des finanziellen Beitrags der Gemeinschaft für die Teilnehmer/in einbehalten. Dies gilt jedoch nicht für öffentliche Einrichtungen.

GEANT
Transeuropäisches Kommunikationsnetz, das 28 Nationen verbindet.

Geistige Eigentumsrechte (IPR, Intellectual Property Rights)
Die geistigen Eigentumsrechte bei von der EU gänzlich geförderten Projekten liegen im Normalfall bei der Gemeinschaft. Bei kofinanzierten Projekten liegen die Rechte meist bei den Projektteilnehmern.

Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) / (JRC, Joint Research Centre)
Die „offizielle Mission “ der GFS ist kundenbezogene wissenschaftliche und technische Unterstützung für die Planung, Entwicklung, Umsetzung und Überwachung von EU-Politiken. Als Dienst der Europäischen Union fungiert die GFS als Referenzzentrum für Wissenschaft und Technik für die Gemeinschaft. Mit ihrer Nähe zum politischen Entscheidungsprozess dient sie dem Gemeinwohl der Mitgliedstaaten, sie ist unabhängig von nationalen oder privaten Interessen.

Gemeinsame Technologieinitiativen (JTI, Joint Technology Initiatives)
Großskaliges Instrument zur Implementierung von Europäischen Technologieplattformen. In wenigen Einzelfällen, in denen eine langfristige Implementierung von Teilen der Strategischen Forschungsagenda einer Technologieplattform zweckgemäß erscheint, ist die Etablierung einer Gemeinsamen Technologieinitiative als eigenständige Struktur in Form einer „Public Private Partnership“ z. B. auf Basis des Art. 171 des EG-Vertrags vorgesehen. Ziel ist eine effektive Mobilisierung von Ressourcen aus dem privaten (Industrie, Stiftungen, Risikokapital, etc.) und öffentlichen Sektor (7. FRP, Europäische Investitionsbank EIB, nationale/regionale Förderung, Strukturfonds, etc.). Die Kriterien zur Etablierung einer JTI sind restriktiv und adressieren lediglich solche Schlüsseltechnologien, in denen Marktversagen, hohe Kosten oder hohe Risiken die Europäische Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Gender Action Plan (GAP)
Aktionsplan für Chancengleichheit – Instrument der Gleichstellungspolitik der EU im Rahmenprogramm, das verpflichtend für die Integrierten Projekte (IPs) und Exzellenznetzwerke (NoEs) eingeführt wurde.

Generaldirektion
Verwaltungseinheit innerhalb der Europäischen Kommission.

Gesamtbewertungsbericht (Evaluation Summary Report)
Darstellung der Bewertung für die einzelnen Kriterienblöcke und Gründe für eine Förderempfehlung oder –ablehnung. Dieser Bericht wird den Antragstellern und zuständigen Programmausschüssen zur Verfügung gestellt.

Grenzüberschreitender Zugang
Teil der Integrierenden Aktivitäten des Programms Forschungsinfrastrukturen neben Vernetzungaktivitäten und Gemeinsamen Forschungsaktivitäten. Im Rahmen der Integrierenden Aktivitäten erhalten europäische Forscher/innen den Zugang zu den Forschungsinfrastrukturen und deren Dienstleistungen, um ihre eigene Forschung voranzubringen.

GRID-Computing
Kommunikationsnetzwerk

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H

Hearing
siehe Anhörung

Horizont 2020
Das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, welches ab 2014 der Nachfolger des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms sein wird.

Horizontale Maßnahmen
Programmübergreifende Maßnahmen wie die internationale Zusammenarbeit oder die Koordinierung nationaler Programme.

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I

Indirekte Maßnahme
Eine FTE - Tätigkeit, die ein oder mehrere Teilnehmende mittels eines Instruments des Rahmenprogramms 2002 -2006 durch öffentliche Ausschreibung durchführen.

Innovation Relay Center (IRC)
Anlaufstelle und Netzwerk für Unternehmen und Firmen, die Zugang bzw. Vermittlung zu europäischen Technologieprojekten, -partnerschaften oder Technologietransfer suchen.

Instrumente
siehe Förderinstrumente

Integrierte Infrastruktur
Kombinieren die Tätigkeiten, welche für den Ausbau und die Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen zur europaweiten Leistung von Diensten erforderlich sind.

Integrierte Infrastruktur-Initiative (I-3) – Integrierende Aktivitäten
Förderinstrument des Programms Forschungsinfrastrukturen; koordinierte Kombination von Vernetzungsaktivitäten, grenzüberschreitender Zugang und/oder Serviceaktivitäten und gemeinsame Forschungsaktivitäten für den Ausbau und die Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen von europaweitem Interesse.

Integrierte Projekte
Förderinstrument des 6. FRP, das in den Verbundprojekten aufgegangen ist. Bündel von Einzelmaßnahmen mit unterschiedlichem Umfang und Aufbau, die alle unter einer gemeinsamen Vorgabe stehen.

Interessenbekundung (Expression of Interest, EoI)
Bekundung des Interesses, an einem Projekt in einem bestimmten Bereich teilzunehmen. Es wird eine Liste der potentiellen Antragsteller erstellt, die dann eine detaillierte Bewerbung einreichen sollen. Auch: Eine von CORDIS im Rahmen seiner Partnerdienste angebotene Einrichtung, die bei der Suche nach potentiellen Partnern für die Teilnahme am 5. Rahmenprogramm hilft. Mögliche Teilnehmer können entweder ihr „Interesse bekunden “, an einem bestimmten Programm teilzunehmen, oder aber in der umfassenden Datenbank nach möglichen Partnern Ausschau halten. Eine Rechtsperson, die aus einem Zusammenschluss von Staaten mit Ausnahme der Gemeinschaft hervorgegangen und aufgrund eines Vertrags oder ähnlichen Rechtsaktes gegründet worden ist, über gemeinsame Organe verfügt und gegenüber ihren Vertragsstaaten eine eigenständige Völkerrechtspersönlichkeit besitzt.

Internationale Kooperation mit Drittstaaten (INCO)
Abkürzung für „International Scientific Cooperation Activities“. Bei INCO-Projekten arbeiten europäische Forschungseinrichtungen mit Instituten aus den INCO-Zielländern und anderen Nicht-EU-Staaten zusammen.

INFSO
Information Society and Media, die DG INFSO wurde durch die DG CONNECT am 1. Juli 2012 ersetzt

Internationale Organisation
Eine Rechtsperson,die aus einem Zusammenschluss von Staaten mit Ausnahme der Gemeinschaft hervorgegangen und aufgrund eines Vertrags oder ähnlichen Rechtsaktes gegründet worden ist, über gemeinsame Organe verfügt und gegenüber ihren Vertragsstaaten eine eigenständige Völkerrechtspersönlichkeit besitzt.

Internationale Organisation Europäischen Interesses
Eine internationale Organisation, in der die Mehrheit der Mitglieder Mitgliedstaaten der Gemeinschaft oder Assoziierte Staaten sind und deren Hauptzweck ein Beitrag zur Verstärkung der europäischen wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit ist.

IPR-Helpdesk
Europäischer Verbund von mehreren Forschungseinrichtungen, Kanzleien und Beratungsfirmen. Dieses Netzwerk ist Anlaufstelle bei Fragen zu Eigentumsrechten, Patenten, Marken-, Urheberrechten etc., mit dem Ziel, die Nutzung und Verwertung von Immaterial güterrechten zu fördern.

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J

JTI
siehe Gemeinsame Technologieinitiativen

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K

Kenntnisse
Die Ergebnisse der direkten oder indirekten Maßnahmen, einschließlich Informationen, gleich, ob sie schutzfähig sind oder nicht, sowie das Urheberrecht oder die mit den genannten Ergebnissen verbundenen Rechte aufgrund der Beantragung oder eventuellen Erteilung eines Patents, eines Gebrauchs-, Geschmacksmuster- oder Sortenschutzes, eines ergänzenden Schutzzertifikats oder einer ähnlichen Form des Schutzes.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Unternehmen, die die Kriterien der neuen KMU-Definition erfüllen, die seit 1. Januar 2005 in Kraft ist.
1.) Mittlere Unternehmen mit <250 Personal, Umsatz von bis 50 Millionen € oder einer Bilanzsumme von bis zu 43 Millionen €.
2.) Kleine Unternehmen mit <50 Personal, Umsatz von bis 10 Millionen € oder einer Bilanzsumme von bis zu 10 Millionen €.
3.) Kleinstunternehmen mit <10 Personal, Umsatz von bis 2 Millionen € oder einer Bilanzsumme von bis zu 2 Millionen €.

Kodezisionsverfahren
Das Kodezisionsverfahren (auch Mitentscheidungsverfahren genannt) ist eines der Gesetzgebungsverfahren in der Rechtsetzung der EG. Es wurde zuerst durch den Vertrag von Maastricht eingeführt, die rechtliche Basis heute ist Artikel 251 EGV. Das Verfahren sieht vor, dass Parlament und Ministerrat über Gesetzesvorhaben (Vorlage seitens der Kommission) gemeinsam beraten und abstimmen. Sowohl das Parlament als auch der Rat dürfen Änderungen am Gesetzestext vornehmen, müssen sich aber schließlich auf eine gemeinsame Form einigen. Hierfür haben das Parlament und der Rat die Möglichkeit, bis zu drei Mal über den Text zu beraten. Falls nach zwei Lesungen zwischen dem Rat und dem Parlament keine Einigung erzielt werden kann, wird der Vermittlungsausschuss eingeschaltet, der zu einem Konsens führen soll. Tritt aber der Fall ein, dass die Vermittlung zwischen Rat und Parlament scheitert oder dass das Ermittlungsergebnis im Parlament keine Zustimmung findet, wird der Gesetzentwurf fallen gelassen. Das Mitentscheidungsverfahren wurde bereits mehrfach auf neue Politikfelder ausgeweitet und gilt heute für die meisten Bereiche (ca. zwei Drittel) der europäischen Gesetzgebung; es wird auch als „ordentliches Legislativverfahren“ bezeichnet.

Kollektivforschungsmaßnahme
Mittelfristige groß angelegte Forschungsmaßnahmen, die von Forschungszentren für Industrieverbände oder Unternehmensgruppen in ganzen Industriezweigen durchgeführt werden, die in Europa von KMU dominiert werden.

Kommission
Die Europäische Kommission ist mit Initiativ-, Durchführungs-, Management- und Kontrollbefugnissen ausgestattet. Sie ist die Hüterin der Verträge und verkörpert das Gemeinschaftsinteresse. Das Kollegium der Kommission besteht aus 27 unabhängigen Mitgliedern, die je aus einem der Mitgliedstaaten kommen. Bis auf den Präsidenten als Leiter und Sprecher ist jedem Kommissar bzw. jeder Kommissarin ein politisches Ressort zugeordnet. Die Mitgliedsstaaten ernennen die Kommission einvernehmlich für fünf Jahre. Die derzeitige Amtszeit läuft von 2010-2014.

Konsortium
Die Gesamtheit der Teilnehmer ein und derselben indirekten Maßnahme.

Konsultationsverfahren
Im Verfahren der einfachen Stellungnahme oder dem Anhörungsverfahren (gemäß Art. 192 EGV) ist der Rat nicht verpflichtet die Vorschläge des Parlaments zu befolgen, sondern kann unabhängig über die Gesetzesentwürfe der Kommission entscheiden. Somit nimmt das Parlament lediglich eine beratende Funktion ein und hat ausschließlich die Möglichkeit eine Gesetzesannahme zu verzögern. Dieses Verfahren wird nach dem Mitentscheidungsverfahren am häufigsten angewandt.

Kooperationsforschungsmaßnahmen
Forschungsmaßnahmen, die von Forschungszentren für eine bestimmte Zahl von KMU aus verschiedenen europäischen Ländern zu Themen von gemeinsamem Interesse oder von KMU der Hochtechnologiebranche in Zusammenarbeit mit Forschungszentren und Hochschulen durchgeführt werden.

Koordinatorin/Koordinator
Projektpartner, der von den anderen Projektteilnehmern als Koordinator ernannt worden ist. Der Koordinator ist alleiniger Ansprechpartner für die Europäische Kommission für alle das Projekt betreffenden Fragen. Er koordiniert u.a. auch die Erstellung aller Berichte, die das Projekt an die Kommission übermitteln muss.

Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (CSA)
Maßnahmen, die der Koordinierung oder Flankierung von Forschungstätigkeiten und -strategien dienen (Vernetzung, Austausch, grenzüberschreitender Zugang zu Forschungsinfrastrukturen, Studien, Konferenzen usw.). In diesem Kombinationsinstrument werden zwei Förderformen – die Koordinierungsmaßnahmen (Coordination Action, CA) und die Unterstützungsmaßnahmen (Specific Support Action, SSA) – des 6. FRP zusammengeführt.

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L

L

Lissabon Strategie
Die Lissabon Strategie ist ein Plan mit dem die EU ihre globale Wettbewerbsfähigkeit grundlegend verbessern will. Der Europäische Rat hat einen umfangreichen Maßnahmenkatalog für die Bereiche Wirtschaft, Soziales und Umwelt beschlossen, mit dem sich die EU bis 2010 zum weltweit dynamischsten Wirtschaftsraum entwickeln soll.

Lump Sums (Pauschale)
Pauschale zur Begleichung der anfallenden Projektkosten für die internationale Zusammenarbeit. Die einzelnen aktuellen Pauschalen und Berechnungen sind im jeweiligen Leitfaden zur Antragstellung (Guide for applicants) ersichtlich.

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M

Marie Curie-Maßnahmen
Maßnahmen im Spezifischen Programm Menschen zur Förderung der Humanressourcen und Mobilität: Stipendien, Beihilfen und andere direkte Unterstützung für Nachwuchswissenschaftler/innen.

Meilenstein
Definiertes Zwischenziel eines Projekts.

Mindestbeteiligung
Vorschriften der Kommission über die Partneranzahl innerhalb eines Projekts.

Mitentscheidungsverfahren
siehe Kodezisionsverfahren

Mitgliedstaaten (MS)
Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Schweden, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinte Königreich, Zypern

Musterfinanzhilfevereinbarung
siehe Musterzuwendungsvereinbarung

Mustervertrag
Vertragsform im 6. FRP, die im 7. FRP von der Musterzuwendungsvereinbarung ersetzt wird. Muster einer Vereinbarung zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Teilnehmenden einer indirekten Maßnahme über einen Zuschuss zur deren Durchführung. Hier sind wechselseitig Rechte und Pflichten der Gemeinschaft und der Teilnehmenden dieser indirekten Maßnahme einerseits, und den Teilnehmenden untereinander auf der anderen Seite begründet.

Musterzuwendungsvereinbarung
Ersetzt den Mustervertrag. In der Zuwendungsvereinbarung (auch Finanzhilfevereinbarung genannt) werden die Rechte und Pflichte der Teilnehmenden in Bezug auf die Gemeinschaft im Einklang mit dem Beschluss Nr. 1982/2006/EG, dieser Verordnung, der Haushaltordnung, ihrer Durchführungsverordnung und den allgemeinen Grundsätzen des Gemeinschaftsrechts bestimmt. In einigen Dokumenten auch mit "Musterfinanzhilfevereinbarung" übersetzt.

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N

Nachwuchswissenschaftler/innen
Wissenschaftler mit weniger als vier Jahren Forschungserfahrung nach der Graduierung, Förderkategorie im Bereich Humanressourcen und Mobilität / Marie Curie-Maßnahmen („early-stage researchers“).

Nationale Kontaktstellen (NKS)
Nationales Beratungssystem in jedem Mitglieds- und Assoziiertem Staat, das zu den einzelnen Programmen und Förderaktivitäten des Rahmenprogramms Unterstützung anbietet.

Networks of Excellence
siehe Exzellenznetze

Nutzung
die direkte oder indirekte Verwendung von Kenntnissen in der Forschung oder zur Schaffung und Vermarktung eines Produkts oder Verfahrens oder zur Schaffung und Erbringung einer Dienstleistung

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O

Off-Site-Begutachtung
Elektronische Bereitstellung der Anträge an die unabhängigen Gutachterinnen und Gutachter

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P

Partner
Die Gesamtheit der Teilnehmer ein und derselben indirekten Maßnahme.

Politikorientierte Forschung
Teil des 6. FRP sie hat Forschung zur Integration der Europäischen Gemeinschaften gefördert.

Pre-Proposal-Check
Erste Einschätzung eines Projektvorschlags durch die KOM im Hinblick auf formale Kriterien. Wurde im 6. FRP für die meisten Ausschreibungen angeboten, ist im 7. FRP formal nicht vorgesehen.

Pro Tool
Softwaretool des 5. FRP, das Antragstellern unter Verwendung der entsprechenden Formulare bei der Anfertigung des Antrags half.

Programmausschuss
Gremium aus Vertretern der Mitgliedstaaten, der die Kommission bei der Durchführung eines Programms unterstützt, berät und kontrolliert.

Programmteil
Unterprogramm eines Spezifischen Programms.

Projektpartner
Mitglied eines Forschungskonsortiums, einzelne Teilnehmer einer Fördermaßnahme.

Projektplan
Detaillierte Arbeits- und Zeitplanung eines Projekts, innerhalb welcher festgehalten wird, wann welche Aufgaben durch welchen Partner abgeliefert werden müssen.

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Q

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R

Rat der Europäischen Union
Der Rat ist das wichtigste Entscheidungsorgan der EU. Er setzt sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten auf Ministerebene zusammen, d.h. die Konstellation wird durch die fachliche Ebene bestimmt. Die wesentlichen Aufgaben des Rates sind a) Gesetzgebungsfunktion, b) Koordinierung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten, c) Schließung von Verträgen im Namen der Gemeinschaft, d) Haushaltsbefugnis (gemeinsam mit dem Parlament), e) Festlegung des Rahmens der Allgemeinen Außen-und Sicherheitspolitik, f) Verabschiedung von Maßnahmen der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen.

Rechtsperson
Eine natürliche Person oder eine juristische Person, die nach dem an ihrem Sitz geltenden innerstaatlichen Recht, nach Gemeinschaft oder nach internationalem Recht gegründet worden ist, Rechtspersönlichkeit besitzt und in eigenem Namen Inhaber von Rechten und Pflichten ist.

Roadmap
Im Arbeitsprogramm festgelegte Abgabefristen für einzelne Fachgebiete bzw. Maßnahmentypen, die meist auch einen Hinweis auf das Budget enthalten.

Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis (RSFF, Risk Sharing Finance Facility)
Instrument des 7. Forschungsrahmenprogramms zur Finanzierung von großen Forschungsprojekten und neuen Forschungsinfrastrukturen durch Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) als Finanzierungsoption. Die Mittel des RSFF werden aus den spezifischen Programmen ‚Kooperation’ und ‚Kapazitäten’ der EIB zur Verfügung gestellt.

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S

Schwellenwert
Mindestpunktzahl, die für bestimmte Evaluierungskriterien erreicht werden muss.

SEP (Submission & Evaluation in the Participant Portal)
Online Softwaretool, das Antragstellern unter Verwendung der entsprechenden Formulare bei der Anfertigung des Antrags hilft. Vormals EPSS.

Sideground
Parallel zum Projekt erworbenes Wissen. Seit dem 7. FRP ist Sideground nicht mehr im Begriff des Background bzw. des vorhandenen Know-How umfasst.

Spezielle Unterstützungs- und Koordinierungsmaßnahmen (SSA)
Abkürzung für „Specific Support Action“. Damit fördert die EU gezielt Arbeitstreffen, einzelne Studien und Analysen sowie Publikationen.

Spezielle gezielte Forschungsprojekte (STREPS)
Förderinstrument des 6. FRP, „Specific Targeted Research Projects“. Es handelt sich dabei um Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder Demonstrationsvorhaben, die auf konkrete Ergebnisse abzielen oder zur Erfüllung bestimmter Aufgaben auf europäischer Ebene dienen. Ist im 7. FRP in den Verbundprojekten aufgegangen.

Spezifische Programme
Bereiche, in denen die Thematiken des Rahmenprogramms angesiedelt sind: 1) Kooperation, 2) Ideen, 3) Menschen, 4) Kapazitäten, 5) Gemeinsame Forschungsstelle EG (GSF), 6) Euratom, 7) Gemeinsame Forschungsstelle EURATOM (GSF).

Subsidiarität
Das Prinzip der Subsidiarität bedeutet, dass die KOM nur Maßnahmen vorschlagen darf, die auf EU-Ebene wirksamer durchgeführt werden können als auf nationaler Ebene. Sollte es wirksamer sein, eine Regelung auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene zu treffen, darf die KOM keinen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

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T

Teilnehmer/innen
Eine Rechtsperson,die einen Beitrag zu einer indirekten Maßnahmeleistet und aufgrund dieses Beschlusses oder des Vertrags Rechte und Pflichten gegenüber der Gemeinschaft hat.

Thematische Priorität
Sieben vorrangige Themenbereiche, die im 6. FRP unter der Kategorie „Bündelung und Integration der Forschung“ angesiedelt waren, die im 7. FRP von zehn Forschungsthemen abgelöst wurden.

Transnationaler Zugang
Gewährung des länderüberschreitenden Zugangs von Wissenschaftler/innen sowie Forscherteams zu Forschungsinfrastrukturen; im 7. FRP als Teil der Integrierenden Aktivitäten (1-3) der Forschungsinfrastrukturen.

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U

Unregelmäßigkeit
Ein Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht oder die Missachtung einer vertraglichen Verpflichtung durch die Handlung oder Unterlassung einer Rechtsperson, die durch eine ungerechtfertigte Ausgabe einen Schaden für den Gesamthaushalt der Gemeinschaften oder einen von ihnen verwalteten Haushalt verursacht oder verursachen würde.

Unterausschreibung
Weitergabe bestimmter Aufgaben durch Ausschreibung des Konsortiums. Die Randbedingungen werden von der Kommission vorgegeben und kontrolliert.

Unternehmensgruppierung
Eine Rechtsperson, die sich überwiegend aus KMU zusammensetzt und deren Interessen vertritt.

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V

Verbreitung
Die Offenlegung von Kenntnissen durch jedes geeignete Mittel mit Ausnahme von Veröffentlichungen aufgrund der Formalitäten zum Schutz der Kenntnisse.

Verbundene Rechtsperson
Eine Rechtsperson, die direkt oder indirekt von einem Teilnehmer/in kontrolliert wird oder unter der gleichen direkten oder indirekten Kontrolle wie der/die Teilnehmer/in steht.

Verbundprojekte
Unterstützung für Forschungsprojekte, die von Konsortien mit Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern mit dem Ziel durchgeführt werden, neues Wissen, neue Technologien, Produkte, Demonstrationsprojekte oder gemeinsame Ressourcen für die Forschung zu entwickeln. Größenordnung, Gegenstandsbereich und interne Organisation der Projekte können je nach Bereich und Einzelthema variieren. Neue Projektform im 7. FRP, in der die STREPs und Integrierten Projekte des 6. FRP aufgehen.

Vertrag
Eine Vereinbarung über einen Zuschuss zur Durchführung einer indirekten Maßnahme, die wechselseitige Rechte und Pflichten der Gemeinschaft und der Teilnehmenden der indirekten Maßnahme begründet; Zuwendungsform des 6. FRP, die im 7. FRP durch eine Zuwendungsvereinbarung abgelöst wurde.

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W

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X

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Y

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Z

Zugangsrechte
In der Zuwendungsvereinbarung werden die jeweiligen Rechte und Pflichten der Teilnehmenden im Hinblick auf die Zugangsrechte, Nutzung und Verbreitung des Backgrounds und des Foregrounds bestimmt, soweit diese nicht durch die Beteiligungsregeln festgelegt worden sind.

Zuwendungsvereinbarung
siehe Musterzuwendungsvereinbarung

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