Einordnung einer Projektidee

Das 7. FRP gibt sowohl den formalen wie auch den inhaltlichen Rahmen vor, innerhalb dessen Projektanträge gefördert werden können. In einem der ersten Schritte sollte zunächst geprüft werden, ob der geplante Projektantrag bzw. die Projektidee inhaltlich in die im 7. FRP enthaltenen Themenbereiche passt. Wird ein Projektantrag nicht vollständig von den Inhalten des relevanten Arbeitsprogramms bzw. der darauf basierenden Ausschreibung abgedeckt, kann auch eine noch so gute Ausarbeitung des Antrags nicht zum Erfolg führen. Ohne die Erfüllung des Kriteriums der Relevanz für die Erreichung der im Arbeitsprogramm definierten Ziele wird ein Antrag niemals eine Chance auf finanzielle Förderung haben.

Grundsätzliche Fragestellungen bei der Projektvorbereitung

  • Stellt das EU-Förderprogramm / die Ausschreibung eine geeignete Basis und das richtige Instrument für das angestrebte Projektziel dar?

  • Stehen Aufwand und Ertrag einer Antragstellung in einem vernünftigen Verhältnis zueinander?

Gespräche mit Expert/innen

In der ersten Sondierungsphase sollten zunächst Gespräche mit Expert/innen - in der Regel Beratungsstellen - zum Rahmenprogramm geführt werden. Zu diesen gehören auf regionaler Ebene die EU-Referent/innen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, auf nationaler Ebene die Vertreter/innen der Nationalen Kontaktstellen (NKS) sowie anderer Beratungsstrukturen und auf internationaler Ebene z. B. auch Vertreter/innen der Europäischen Kommission. Darüber hinaus sollten Sie versuchen, sich mit Personen auszutauschen, die z. B. als Gutachter/innen von Projektanträgen in Brüssel tätig gewesen sind oder die sich erfolgreich als Partner an Projekten im Rahmenprogramm beteiligt haben. Die von der EU-Kommission in der Projektauswahl eingesetzten Gutachter/innen werden in jährlich erscheinenden Listen im Internet veröffentlicht. Auch die EU-Referent/innen können bei der Suche nach Ansprechpartnern mit Erfahrungen aus Projektanträgen helfen und ggf. Kontakte vermitteln.

Von diesen Expert/innen können sich Antragstellende neben der Weitergabe von Standardinformationen auch Hinweise erhoffen, die über die allgemein erhältlichen (und schriftlich vorliegenden) Informationen hinausgehen und insbesondere aus der z. T. langjährigen Erfahrung im Beratungsbereich resultieren.

Beteiligung am Forschungsrahmenprogramm

 pro  contra

 - Arbeitsteilige Lösung gemeinsamer Probleme

- Kooperation im EU-Projekt als Grundlage für weitere Kooperationsmöglichkeiten

- Wertvolle Erfahrungen aus der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Industrie)

- Gemeinsame Nutzung des im Konsortium vorhandenen Know-Hows

- Finanzierung von F&E-Tätigkeiten

 - Aufwand für eine Antragstellung (organisatorisch und finanziell) kann deutlich höher sein als in nationalen Programmen (besonders für Koordinator oder "Work Package Leader")

- Erfolgschancen für Anträge im Forschungsrahmenprogramm sind häufig geringer als in nationalen Programmen (zwischen 10 und 25%)