Synergien zwischen den Förderprogrammen

Gestaltung der Synergien zwischen den Förderprogrammen

Die Ausrichtung der europäischen Kohäsionspolitik und der europäischen Forschungspolitik auf die Lissabon- und Barcelona-Ziele bedarf einer stärkeren Koordination der Förderinstrumente, um die Förderergebnisse nachhaltig zu gestalten und zu optimieren.

In den "CREST-Leitlinien für die Koordinierung des Forschungsrahmenprogramms und der Strukturfonds zur Unterstützung der Forschung und Entwicklung" haben sich die Mitgliedsstaaten für eine verbesserte Nutzung der Synergien zwischen den Strukturfonds und dem 7. FRP ausgesprochen. 
Darin wird insbesondere an die nationalen und regionalen Akteure appelliert, die Komplementarität der unterschiedlichen Förderachsen und -instrumente strategisch zur Umsetzung ihrer nationalen und regionalen Entwicklungspläne zu nutzen.

 

Für Antragstellende hat die Kommission einen Leitfaden (de/en) für die Nutzung der Synergien zwischen Strukturfonds, dem 7. FRP und dem CIP veröffentlicht. Dieser gibt Hinweise - auch anhand praktischer Beispiele - über die inhaltliche Ausrichtung der Programme und Instrumente sowie über deren Zielgruppen.

Zudem zeigt der Leitfaden Möglichkeiten einer Bündelung der Finanzierungen auf. Diese kann schrittweise/aufbauend oder parallel/ergänzend erfolgen.
Die komplementäre Förderung bedeutet jedoch immer eine deutlich voneinander getrennte finanzielle Abwicklung der Projekte. Eine Doppelförderung der Projektaktivitäten ist stets ausgeschlossen.

 

Komplementarität der Inhalte

Das 7. FRP unterstützt in seinen Spezifischen Programmen "Kooperation", "Menschen" und "Kapazitäten" Maßnahmen, die eine Stärkung der Regionen in Europa ermöglichen. Insbesondere im Programm "Kapazitäten" wird die Komplementarität der Aktionen des FRP mit den Strukturfonds hervorgehoben.

Eine Gegenüberstellung der geförderten Inhalte im 7. FRP und innerhalb der Strukturfonds kann vereinfacht wie folgt dargestellt werden:

Typische Maßnahmen im FRP7:

Verbundprojekte (thematisch ausgerichtet) zur Entwicklung neuer Kenntnisse, neuer Technologien, Produkte, Demonstrationsvorhaben oder gemeinsamer Ressourcen für die Forschung, durchgeführt von Konsortien mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern;

Exzellenznetze zur Unterstützung gemeinsamer Arbeitsprogramme mehrerer Forschungseinrichtungen, die ihre Tätigkeiten in einem bestimmten Bereich zusammenführen, für Ausbildungsmaßnahmen, gemeinsame Forschungsagenden und Netzwerkaktivitäten;

Koordinierung oder Unterstützung von Forschungstätigkeiten: Vernetzung, Austausch, grenzüberschreitender Zugang zu Forschungsinfrastrukturen, Studien, Konferenzen, Cluster-Entwicklung;

Pionierforschung (grundlagenorientiert), durchgeführt von einzelnen nationalen oder internationalen Forschungsgruppen;

Laufbahnentwicklung und internationale Mobilität von Forschern: Einzelstipendien, Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, "Excellence Grants";

Forschungsprojekte, durchgeführt von Hochschulen oder Forschungszentren für spezielle Gruppen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU)1.

Typische Maßnahmen unter den SF:

Stärkung des Potenzials für Forschung und technologische Entwicklung und seine Einbeziehung in den ERA;

Unterstützung für Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen, -ausstattung und -instrumente;

Unterstützung für Projekte im Bereich Forschung und technologische Entwicklung, insbesondere Projekte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen;

Öffentlich-private Partnerschaften für FuE und Cluster;
Unterstützung für grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit;

Verbesserung der Verbindungen zwischen den KMU, Einrichtungen im Bereich der tertiären Bildung, den Forschungseinrichtungen und den Forschungs- und Technologiezentren;

Förderung von Unternehmergeist, Innovationen und Existenzgründungen;

Unterstützung für regionale Forschungs- und Innovationsstrategien, Stärken-Schwächen-Analysen, technologische Audits und regionale Planungsinstrumente usw.;

Förderung lebenslangen Lernens, Entwicklung von Qualifikationen und Kompetenzen, verstärkte Beteiligung an Bildung und Ausbildung;

Entwicklung des Humanpotenzials in Forschung und Innovation, durch Aufbaustudiengänge und die weitere Ausbildung von Forschern;

Verbreitung von IKT, e-Learning und umweltfreundlichen Technologien;

Vernetzung von Hochschuleinrichtungen, Forschungs- und Technologiezentren und Unternehmen2.


  

Quelle : CREST-Guidelines on Coordinating the Framework Programme and the Structural Funds to support Research and Development, CREST 1203/07, 7. Mai 2007.
1 Beschluss Nr. 1982/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 über das Sieb-te Rahmenprogramm im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (2007-2013), Anhang III.
2 Verordnung (EG) Nr. 1080/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 über den Europäi-schen Fonds für regionale Entwicklung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1783/1999; Verordnung (EG) Nr. 1081/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 über den Europäischen Sozialfonds und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1784/1999.

 

Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation - CIP

Zur Unterstützung der erneuerten Lissabon-Strategie hat die Europäische Union zusätzlich das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) verabschiedet. Das Programm richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ziele sind die Förderung einer wissensbasierten Gesellschaft sowie einer auf einem ausgewogenen Wirtschaftswachstum basierenden nachhaltigen Entwicklung. Das CIP soll einen Beitrag zur Erreichung der gemeinschaftlichen Ziele in den Bereichen Forschung, Kohäsion, Umwelt sowie allgemeine und berufliche Bildung leisten und Unternehmen die Teilnahme am 7. FRP erleichtern.

 

Komplementarität der Förderung von Forschung und Innovation in Deutschland

Projektbeispiele:  (weitere Informationen folgen in Kürze)

  1. Vom FP6 Projekt B-Cool zum EFRE Projekt Echtzeit Wärmepumpe
    (Technische Universität Braunschweig)

 

Weitere Informationen

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